Ich bin ja für jeden Kram zu haben. Auch für Path, das sich langsam zum Bilderservice für Foodblogger ohne Rezeptmitteilungswunsch entwickelt. Gestern Abend habe ich deshalb ganz fix meiner ganz engen Social Media Community dieses Bild herumgeschickt:
Zu diesem Salat bin ich durch den D-Zug Berlin-Kiew gekommen. Im Restaurantwagen gab es immer ein ganz leckeres Menü mit Pilz-Kartoffelsuppe und eben diesen Salat. Die Kellnerin machte sich ständig Sorgen um meine Figur: “Malchik-Spalchik, Du musst doch etwas essen.” Wenn sie mich jetzt sehen würde, wüsste sie, dass die damaligen Sorgen unbegründet waren.
Der Salat hieß für mich einfach nur sowjetischer Salat, da er mir überall unter verschiedenen Namen begegnete: Zu Neujahr in den ukrainischen Karpaten, auf Einladung in Moldau, bei einer Party in Moskau oder beim Schaschlik auf einer Kiewer Datscha.
Der richtige Name ist aber Salat Olivier und gar keine russische Erfindung. Aber die Russen oder Sowjets (you name it!) haben den feudalen Salat dem Arbeiter und Bauern auf den Tisch gestellt, indem sie die Zutaten so zusammengemixt haben, dass sie auch in einem durchschnittlichen Supermarkt aka Koofi erhältlich sind. So oder so ähnlich.
Rezept:
350 g Kochwurst (Das Zeug, was im Supermarkt auch unter Fleischwurst steht)
400 g Kartoffeln
150 g Zwiebeln
150 g Möhren
150 g Saure Gurken
300 g Erbsen
3 x Eier
150 ml Mayonnaise
Kartoffeln, Möhren, Eier kochen. Dann ebenso wie den Rest (Erbsen nicht, ist klar) klein würfeln und in eine Schüssel geben. Mit Salz und Pfeffer würzen und Mayonnaise verfeinern. Am besten über Nacht ziehen lassen.


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