Als ich im Dezember ein Seminar zur Produktion von Radiobeiträgen beim freien Hörfunkjournalisten Christoph Reinhardt besucht habe (Print lebt!), zeigte er gleich zu Beginn auf meine Flasche Club-Mate (Shoppinghinweis): “Seit die Piraten im Abgeordnetenhaus sind und ich mich mehr mit ihnen beschäftige, trinke ich das auch.” Die Veränderungen in der Landespolitik durch die neue Fraktion sind also sofort sichtbar. Wer etwas anderes behauptet, trinkt wohl immer noch die Filterbrühe aus den “vereuften” Kaffeemaschinen, die es für ‘nen Zehner im Discounter des Vertrauens zu shoppen gibt.
Ob Jan Thomsen, Redakteur für Landespolitik bei der Berliner Zeitung, jetzt auch Mate trinkt, weiß ich nicht. Aber seit dem Wahlerfolg der Piraten twittert er. Das ist an sich nichts besonderes. Aber seine Dialoge mit Christoph Lauer sind extrem unterhaltsam. Kein weichgespültes Politik-PR-Gewäsch und auch kein konfrontationsarmes Gerede von Journalisten über ihre Kollegen. Sieht dann ungefähr so aus. Ein Beispiel nach der Bekanntgabe, dass Thomas Heilmann neuer Justizsenator wird.
Im Blatt ist dann folgende Reaktion gelandet:
Christopher Lauer von den Piraten sagte, Heilmann sei „auf jeden Fall einer der moderneren Christdemokraten“ in Berlin. Er müsse sich jetzt in seinem neuen Amt beweisen. „Da wünsche ich ihm auf jeden Fall mehr Erfolg als sein Vorgänger hatte“, sagte Lauer.
Die Erkenntnis: Die Berliner Zeitung ist nicht Twitter.
To Do: Wenn ich Jan Thomsen auf dem Flur treffe, muss ich ihn unbedingt fragen, ob er auch zu Mate gewechselt ist.


Pingback: Results for week beginning 2012-01-08 « Iron Blogger Berlin